Montag 18. Juni – Die FAU stellt sich vor

Am Montag den 18.Juni stellt sich die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union in Landshut vor.

Zu Gast ist Matthias von der Sektion Gesundheits- und Sozialberufe der FAU München. Im Vortrag wird auf Geschichte, Theorie und Praxis einer syndikalistischen Basisgewerkschaft eingegangen. Im Anschluss ist Zeit für Fragen und weiterführende Gespräche.

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28.04 Massiver Protest gegen das Polizeiaufgabengesetz

Zu den zahlreichen Protesten in Bayern gegen das Gesetz zur „Neuordnung des Bay. Polizeirechts“/“PAG Neuordnungsgesetz“ (Drucksacke Bay. Landtag 17/20425), organisierte auch ein lokales Kollektiv aus Einzelpersonen eine Demonstration vor dem Rathaus in Landshut.

Neben Livemusik und einem langem Demonstrationszug, der auch an der Polizeiinspektion vorbeiführte, gab es zahlreiche Redebeiträge, in welchem die geplanten Gesetzesänderungen, sowie die dafür verantwortliche CSU inhaltlich demontiert wurden:

„Ganz im Gegenteil sorgen die Gesetze der CSU für mehr Unsicherheit. Eine Unsicherheit ob ich meiner freien Meinungsäußerung noch frei nachgehen kann, wenn ich Angst haben muss auf Demonstrationen videotechnisch erfasst, durch Gesichtserkennungssoftware zugeordnet zu werden und daraus im Nachhinein mit möglichen Repressionen rechnen muss. Eine Unsicherheit ob ich noch um Hilfe suche, wenn jemand Depressionen hat und befürchten muss dafür wie ein Straftäter behandelt zu werden. (letzteres bezogen auf das sog. „Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz“).

Das schafft nicht Sicherheit sondern ein Klima der Unsicherheit und vergiftet den gesellschaftlichen Diskurs.“.

 

Libertäre beteiligten sich an der Demonstration und machten in Redebeiträgen deutlich:

„Politiker die regelmäßig nach Gesetzesverschärfungen schreien, rechtfertigen dies meist damit, dass sie behaupten unsere Freiheit schützen zu wollen … wie soll das gehen, wenn sie unsere Freiheit durch ihre Gesetze zunehmend einschränken? Freiheit schützt man nicht indem man sie abschafft!“.

Abschließend erklärten sie:

„Seien wir laut, seien wir aktiv und übernehmen wir selbst Verantwortung für uns und für eine solidarische Gesellschaft. So werden wir mehr Sicherheit schaffen, als es bezahlte Beamte und Funktionäre jemals könnten.

Lasst uns auch über diesen Abwehrkampf hinaus kollektiv und als Individuen selbst Verantwortung übernehmen, anstatt immer nur andere zu ermächtigen.“.

Bericht: LAND(shut) UND FREIHEIT

13.04 Schwarzer Freitag

Im Rahmen der Aktion „Freitag der 13.“ beteiligten wir uns mit der FAU München am Protest. Zu diesem Datum lädt die Aktion gegen „Arbeitsunrecht“ regelmäßig zu einem Aktionstag gegen besonders gewerkschafts- und betriebsratsfeindliche Betriebe.

Für dieses Mal war der Fahrradkurierdienst Deliveroo nominiert. https://deliverunion.fau.org/unsere-forderungen/

Wir betrachteten von außen das Gebäude, wo Deliveroo seine Büroräume haben soll. Von außen nur ein Block mit der Aufschrift „MUNICH WORKSTYLE“. Innen finden sich verschiedene Büroräume. Auf den Metallschildern finden sich zahlreiche Firmennamen. Deliveroo steht nicht darauf.

Ein Mitarbeiter am Empfang gibt uns zu verstehen, dass Deliveroo zwar ihre Räumlichkeiten im Hause habe, aber gerade heute nicht da sei. Zufälligerweise…

Wir hatten uns auf einen Plausch über die Arbeitsbedingungen im Unternehmen gefreut.

Später zogen wir zur Kundgebung in der Schützenstraße (Bild). Dort hat das Unternehmen „Nordsee“ einer ihrer Filialen. Auch dieses Unternehmen war für „Freitag der 13.“ nominiert und ist unter anderem Partner von Deliveroo. Wie uns mitgeteilt wurde, war die Filialleitung nicht erfreut über die Anwesenheit der AktivistInnen. KollegInnen verteilten Infomaterial an die MitarbeiterInnen. Die Filialleitung verwies die KollegInnen des Hauses und sammelte die Infoflyer der MitarbeiterInnen ein.

Über Megaphon hielten KollegInnen vor der Filiale Redebeiträge zu den Praktiken bei Nordsee und Deliveroo. In der Fußgängerzone sprachen wir mit interessierten PassantInnen und verteilten Flyer.

Gemeinsam brachten wir den Protest auf die Straße und die Chefs waren alarmiert.

Arbeitskampf kennt keine Grenzen

Redebeitrag an der Demo gegen Abschiebungen der Karawane Landshut:

„Wir als ArbeiterInnen Syndikat Landshut/FAU wollen hier und heute mit euch in diesem gemeinsamen Bündnis deutlich machen:

Wir Lohnarbeiterinnen und Arbeiter stehen in allen Ländern den Ausbeutungs- und Herrschaftsverhältnissen gegenüber, also lassen wir uns doch nicht gegeneinander ausspielen, sondern kämpfen wir gemeinsam für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen für alle!

Wir sagen deutlich:

Der soziale Kampf geht uns alle was an. Arbeitskampf kennt keine Grenzen!

Unser Aufruf richtet sich an alle hier Anwesenden – Schaut hin, solidarisiert und vernetzt euch, werdet aktiv. Gegen Diskriminierung, Abschiebungen und Arbeitsverbote. Für Solidarität zwischen uns Menschen, egal wo jemand herkommt.“

LAND (shut) UND FREIHEIT!

 – Die basisgewerkschaftliche Perspektive in Land und Stadt –

„Damit in Bayern Frühling werde!“

Wir treiben nicht „trotz“, sondern gerade „wegen“, der Zustände unsere Inhalte voran. Besonders im ländlichen Raum sehen wir, wie wichtig eine neue soziale Perspektive für die Menschen vor Ort ist.

Die Zustände müssen nicht bleiben wie sie sind. Wir können direkt unsere Situation und unser aller Realität ändern. Tag für Tag ein Stück mehr.

Tun wir uns zusammen, schaffen Ansätze und packen es an!

kollektiv – solidarisch – herrschaftsfrei

Praktische Solidarität im Syndikat

Für Persönlichkeiten wie Gustav Landauer und Erich Mühsam wäre die Betätigung in der Münchner Räterepublik sicher noch schwieriger gewesen, wenn sie nicht auf die Unterstützung der Bewegung setzen hätten können. Beide waren in verschiedensten Gruppen organisiert. Mitunter gründeten sie 1908 den Sozialistischen Bund, welcher sich mehr im Aufbau von Kommunen verstand und die von Landauer herausgegebene Zeitschrift „Der Sozialist“ vertrieb. Auch Mühsam gründete weitere Initiativen und war Herausgeber des „FANAL“. In der Agitation um die Räterepublik fochten sie harte Kämpfe aus.

Anfang der 1930er Jahre wurde Erich Mühsam, als Freund von Rudolf Rocker, Mitglied in der anarcho-syndikalistischen FAUD.

Nach der Ermordung Mühsams 1934 durch die SS-Wachmannschaft im KZ Oranienburg produzierten die FAUD-Ortsgruppen Mannheim und Ludwigshafen weitere Ausgaben des FANAL, eine davon mit einem Nachruf.

Das Syndikat ist ein wichtiger Freiraum für eigene Ideen, Konzepte und gegenseitige Hilfe. Die Solidarität der Bewegung wird darin greifbar.

Mehr als Gewerkschaft

Ziel des Syndikates ist es solidarisch für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen einzutreten, wie für eine weltweite Gesellschaft ohne Herrschaft von Menschen über Menschen, in der jede*r nach ihren/seinen Bedürfnissen leben und sich nach ihren/seinen Fähigkeiten einbringen und entwickeln kann.

Die Arbeiterinnen und Arbeiter haben durch die gewerkschaftliche Organisierung die Stärke, den reibungslosen Ablauf der Lohnarbeit zu unterbrechen, um so konkrete Forderungen durchzusetzen. Neue Fähigkeiten werden in Arbeitskämpfen durch kollektives, organisiertes Handeln, aktive Mitbestimmung und gegenseitige Hilfe erlernt. Diese Erfahrungen geben eine Perspektive auf eine neue freie Gesellschaft verantwortlicher und gleichberechtigter Individuen.

Dabei beschränkt sich anarchosyndikalistische Gewerkschaftsarbeit nicht nur auf Arbeitskämpfe – sie fängt dort erst an.

Die Basisgewerkschaft

Ein historischer Moment. Die Gründung der ersten syndikalistischen Basisgewerkschaft Niederbayerns.

Sicher fangen wir zunächst klein an, doch das ist wichtig – wir fangen an!

Die Arbeiter*innen können nicht darauf warten, dass jemand anderes für sie die Konflikte löst, sie selbst müssen sich zusammenschließen, austauschen und organisieren.

Eine Bewegung wächst mit ihren Erfahrungen und wir sind uns ganz bewusst, dass wir noch am Anfang stehen.

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