Neustart für eine basisdemokratische Gewerkschaft!

Auf der Seite der FAU München findet sich derzeit der unten stehende Text. Wir teilen diese Ansicht und natürlich betrifft dies auch unsere Arbeit vor Ort. Wenn du oder Freunde, Bekannte es ähnlich sehen, dann zögere nicht dich bei uns oder den Genoss*Innen in München zu melden. Lasst uns gemeinsam Ideen und Konzepte für eine neue Gewerkschaft aufstellen!

Warum wird die Lage von uns Arbeitenden immer schwieriger und prekärer, ohne nennenswerte Gegenwehr unsererseits? Warum gibt es bei Fragen der unbezahlten Haus- und Betreuungsarbeit keine konsequenten Schritte nach vorne? Warum hat die gesamte Gewerkschaftsbewegung kaum angemessene Antworten für eine sich rasant ändernde Arbeitswelt? Warum können wir die Unzumutbarkeiten des Arbeitsalltags nicht in erfolgreiche Kämpfe ummünzen? Und was haben wir als Gewerkschaft mit alldem zu tun?

Wir, die Freie ArbeiterInnen Union München, haben lange versucht, einen Gewerkschaftsaufbau voranzutreiben, eine klassenpolitische Verankerung bei den KollegInnen im Betrieb zu erreichen. Gelungen ist uns das nicht. Strukturelle Schwächen, strategische Planlosigkeit, inhaltliche Beliebigkeit. Die Fehler müssen wir bei uns selbst suchen, und genau das werden wir tun. Alles kommt auf den Prüfstand, das Fundament wird neu gegossen, jeder Stein neu gesetzt. Dafür brauchen wir Zeit.

Wir stellen ab sofort all unsere äußerlich wahrnehmbaren Aktivitäten ein, um uns voll auf einen Neustart konzentrieren zu können.

Freie ArbeiterInnen Union München, 10.04.2019

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Wir laden zum FAU Treff nach Landshut

Der Treff ist für alle, die uns kennenlernen wollen oder die mehr über die Kämpfe der FAU erfahren wollen. Es spielt keine Rolle, ob du bereits anderweitig politisch aktiv bist oder schon viel Erfahrung in politischen Gruppen hast.

Zusammen gestalten wir regelmäßig Gesellschafts- und Filmabende, Weiterbildungen, Vorträge, Aktionen, Ausflüge und vieles mehr. Falls dein Interesse geweckt wurde oder du dich einfach nur über dein*e Chef*in auskotzen willst, komm vorbei wir freuen uns auf dich!

Am Montag den 15. April; 20. Mai; 17. Juni jeweils ab 20Uhr. Da wir derzeit keine feste Örtlichkeit haben, wechselt der Veranstaltungsort. Wenn du uns kurz Bescheid sagst, planen wir dich ein und halten dich auf dem laufenden.
E-Mail an lasyndicat@gmx.de oder auch auf der Kontaktseite https://lasyndicat.wordpress.com/kontakt/

2. Coppa Antirazzista in Landshut

Am 15.06.2019 schmeißen „Pazzi per lo Sport“, „Coppa Antirazzista“ und „SpVgg Landshut Fans Block D“ die inzwischen 2. Coppa Antirazzista in Landshut!

„Zu diesem antirassistischen Fußballturnier ist ein*e Jede*r eingeladen, der mit uns ein bisschen Kicken und ganz nebenbei nette Leute kennen lernen will.“

Zeichen gegen Rassismus

– – – Bericht – – – Zum 02. April 2019 rief der Runde Tisch gegen Rechts Landshut zu einer Demonstration vor den Bernlochner Sälen.  Grund war eine Veranstaltung des Rechtsauslegers Sarrazin, der derzeit durch diverse Städte tourt. Aktivist*innen versammelten sich kurzfristig mit Schildern und Transparenten vor dem Gebäude und setzten Zeichen gegen seine gesellschaftsspaltende und rassistische Propaganda.

Behauptungen einer „feindlichen Übernahme“, oder dass durch eine Vermehrung kulturell definierter Gruppen, die Sarrazin als „rückständig“ bezeichnet, unsere Gesellschaft bedroht sei, bewegen sich im verschwörungstheoretischen bis rassenhygienischen Bereich. Dabei fußt der heutige Rassismus, im Vergleich zum historischen, weniger auf einem biologischen (bei ihm jedoch auch zutreffend) als auf einem kulturellen Rassismus.

Bereits die Rassenhygieniker aus Zeiten der Weimarer Republik behaupteten, dass durch die „unkontrollierte Vermehrung unterer Sozialschichten“ der „Volkstod“ erwachsen könne. Eben dieser Logik folgt Sarrazin im Kontext eines Kulturrassismus, wenn er davon ausgeht, dass sich „ein Land abschaffe“, wenn Personen einwandern, denen er eine „kulturelle Differenz“ ankonstruiert, welche im Vergleich zur hiesigen „rückständig“ sei. Zur damaligen Zeit wurde mit dieser „Logik“ gegen „untere“ Sozialschichten und Menschen gehetzt, die man als „rassisch“ anders definierte.

Richtigerweise ist also Sarrazins Weltbild als rückständig zu bezeichnen, denn genau in dieser braunen Logik von vorgestern bewegt er sich in seiner Argumentation. Was er dabei verbreitet, ist unvereinbar mit unseren Werten und steht entgegen eines solidarischen Miteinander der hier lebenden Menschen.

Entgegen einer Abgrenzung gegenüber Menschen, aufgrund einer konstruierten Nationalität oder Kultur, gilt es sich gemeinsam zu organisieren und solidarisch zu handeln. Für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen, egal auf welcher Seite einer Grenze jemand aufgewachsen ist.

MEMORIA VIVA – Filmabend am 17. Dezember

Bei Interesse bitte anmelden! Hier gehts zur Kontaktseite oder per Mail an lasyndicat@gmx.de

Am Montag den 17. Dezember, ab 20Uhr ist bei uns in Landshut Filmabend.

Wir zeigen: Memoria Viva – Lebendige Erinnerungen

Mit Unterstützung durch Sabcat Media.

Die spanische Confederación Nacional del Trabajo, die CNT, ist eine legendäre Gewerkschaft. Während des Spanischen Bürgerkriegs war sie die Speerspitze gegen den faschistischen Putsch General Francos und gleichzeitig der Motor einer Sozialen Revolution, die zumindest für kurze Zeit zeigte, dass eine menschliche Gesellschaft möglich ist. Bereits in den Jahren zuvor erkämpfte sie Rechte, die in Zeiten des Neoliberalismus wieder utopisch scheinen. Und trotz Niederlage und Repression gibt es sie immer noch. MEMORIA VIVA erzählt die über hundertjährige Geschichte dieser anarchosyndikalistischen Gewerkschaft aus der Sicht ihrer Protagonisten – einfachen Arbeitern und Arbeiterinnen. Mit ihnen erleben wir ihre Geschichte, ihre Kämpfe, ihre Hoffnungen und Erwartungen. Eine Reise in die Utopie derjenigen, die eine neue Welt in ihren Herzen tragen.

Was ist die FAU? – Eine Einführung

Wie jeden 3ten Montag im Monat, laden wir auch im November zum FAU Treff, ab 20Uhr in Landshut. Falls du Interesse hast und kommen willst, schick uns eine Nachricht über die Kontakseite oder Mail an „lasyndicat@gmx.de“, damit wir dir bei kurzfristigen Änderungen Bescheid geben können.

Am Montag den 19ten November mit einer Einführung für Interessierte. Es spielt dabei keine Rolle, ob du Erfahrung in politischen Gruppen hast.

Manche fragen sich vielleicht: „Was ist die FAU?“.

Es werden die Prinzipien einer anarchosyndikalistsichen Gewerkschaft und deren Aufbau, sowie die Geschichte der FAU und ihrer Vorgängerorganisation erklärt. Dies soll anhand vergangener Arbeitskämpfe aus der Praxis verdeutlicht werden. Im Anschluss kann ein möglicher Ausblick auf die weitere Organisation diskutiert werden.

Der Treff dient der allgemeinen Vernetzung, um mögliche Erwartungen zu besprechen, es können Gesprächstermine vereinbart und allerlei Fragen mitgebracht werden.

Meldet euch und kommt rum!

Mini-Recht im Minijob?

Ich bekomme Schichten, aber dann schicken sie mich einfach wieder nach Hause und bezahlen mich nicht – dürfen die das?

Wozu eine Gewerkschaft – der Chef kündigt doch einfach alle, die aufmucken!?

Was ist eigentlich, wenn ich mal krank werde und nicht arbeiten kann?

Ich habe keinen schriftlichen Vertrag – was habe ich eigentlich in der Hand, wenn’s Streit gibt?

Fragen, die Ihr Euch vielleicht stellt, wenn ihr in so genannten Minijobs (450€-Jobs) arbeitet. Dass viele Betriebe gesetzliche Mindeststandards verletzen, ist die eine Seite der Medaille – die andere ist, dass die Beschäftigten ihre Rechte kaum kennen, dass es meistens keinen Betriebsrat gibt, der etwas dagegen unternimmt, dass kaum jemand in einer Gewerkschaft organisiert ist und dass diese sich überwiegend kaum um die „Aushilfen“ und ihre Probleme kümmern. Das darf nicht so bleiben!

So z.B. bei Kolleg*innen in Leipzig, wo vom Unternehmen den Mitarbeiter*Innen der bezahlte Urlaub und die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall verweigert wurde. Das Allgemeine Syndikat Leipzig forderte diese erfolgreich ein. Auch in Landshut konnten wir bereits zum Thema Minijob beraten, mit Erfolg für die betroffene Person. Es zeigt sich, Gegenwehr lohnt sich!

 

Grenzenlose Solidarität statt beschränktem Nationalismus

„Uns geht es doch gut.“, würden viele meinen, auch wenn sie sich nicht sicher sind, ob sie ihren Job bis zur Rente schaffen werden. Andere schlafen Nachts öfter un­ruhig, weil sie durch Leiharbeit oder Befristung nie wirklich lange abge­sichert sind. Viele mehr fragen sich inzwischen, wie sie die Miete noch zahlen sollen und wie es überhaupt weitergehen soll. Gerade diese sozialen Ängste machen sich rechte Hetzer zu nutze um nach unten zu treten. Sie schaffen sich ein Feindbild, einer vermeintlichen Bedrohung von außen und beto­nen dagegen eine „na­tionale Identität“ sowie ihren Standort.

Es entspringt jedoch einem zu kurz ge­dachten Egoismus immer nur auf den „Standort Deutschland“ zu pochen, denn wir Lohnarbeiterinnen und Arbeiter bekommen deshalb vom mehr geschaffenen Reichtum auch nicht mehr ab. Aus der Konkur­renz der Staaten im Kapitalismus entsteht eine Abwärtsspirale, in welcher jedes Land versucht das andere in der Zahlung von Löh­nen, Steuern und Arbeiter*Innen­rechten zu unterbieten. In diesem Buhlen um Kapital werden Men­schen systematisch gegeneinander ausgespielt. Nationalismus befeuert dabei eine Entsolidarisierung zwischen uns Betroffenen. Die einzigen Profiteure aus der Abgrenzung zu anderen Menschen, aufgrund irgendeiner Nationalität, sind internationale Firmen und Konzerne, die daraus keine grenzüberschreitende Solidarisierung unter den Lohnarbeiter*Innen zu befürchten haben.

Gerade deshalb ist es wichtig gemeinsam in einer kämpferischen Internationalen, zusammen mit den Schwestergewerkschaften in aller Welt, die sozialen Kämpfe voranzubringen und uns nicht vereinzeln zu lassen. Hinweg aller Grenzen!

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